Nouveautes

31. mai 2011.

Le lundi 1er août 2011, la commémoration officielle de la Fête nationale a eu lieu dans la prairie du Grütli. Orateur a été  Hansheiri Inderkum, Pr...

01. août 2010.

La SSUP a offert à la Confédération suisse, il y a 150 ans, la «prairie du Grütli» comme sanctuaire national inaliénable. Pour cet anniversaire, la pr...

01. août 2010.

C’est sous une météo magnifique que la Fête nationale s’est déroulée sur le Grütli. Nous avons rassemblé quelques impressions ici.

23. juin 2010.

Le formulaire pour les billets gratuits ainsi que le programme sont maintenant téléchargés. Veuillez trouver plus d’informations...

30. juillet 2009.

Les visiteurs ont fêté la fête Nationale au Grütli. Afficher des impréssions et les discours de Peter von Matt et Joëlle Kuntz....

29. juillet 2009.

Le 29 Juillet 2009 Annemarie Huber-Hotz, présidente de la SSUP, est en interview avec DRS3. Viens...

12. juin 2009.

150 ans après que la SSUP a acheté le Grütli et en a fait don à la Confédération, le nouveau site web interactif est un cadeau à la population suisse...

Il n'y a pas encore de contenu pour cette liste.

Il n'y a pas encore de contenu pour cette liste.

Social media

Tu nous trouveras aussi sur Flickr. Regarde nos images du Grütli ou télécharge les tiennes.

  • 1. August 2008 auf dem Rütli
  • 1. August 2008 auf dem Rütli
  • 1. August 2008 auf dem Rütli
  • 1. August 2008 auf dem Rütli
  • 1. August 2008 auf dem Rütli
  • 1. August 2008 auf dem Rütli
  • 1. August 2008 auf dem Rütli
  • 1. August 2008 auf dem Rütli
  • 1. August 2008 auf dem Rütli
  • 1. August 2008 auf dem Rütli
  • 1. August 2008 auf dem Rütli
  • 1. August 2008 auf dem Rütli
Tu nous trouveras aussi sur Twitter

    Invite quelqu’un à nous rejoindre sur Grütli.ch

    1998 - Allocution de Edi Engelberger

    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger
    Liebe Miteidgenossen
    Mes dames et messieurs
    Chèrs Compatriots
    Cari amici del Ticino

    Ich heisse Sie alle, liebe Mitlandleute, hier am 1. August 1998 herzlich willkommen.

    Im Herzen der Schweiz, sind Sie einmal mehr zusammengerückt, um die verschiedensten Jubiläumsfeierlichkeiten des Jahres 1998 zu begehen und all den grossen geschichtlichen und politischen Ereignissen seit 1291 zu gedenken!

    Mit Freude und Stolz denken wir an die Gründung der Eidgenossenschaft der Urner, Schwyzer und Unterwaldner zurück und an die einmalige 700-Jahr-Feier im Jahre 1991 hier auf dem Rütli.

    Möge dieses idyllische – stille und geschichtsträchtige Gelände am See mit dem tief verankerten Geist von Freiheit – Unabhängigkeit und Zusammenhalt auch unsere Gedanken und unser Empfinden von heute prägen!

    Meine Damen und Herren,
    wir leben in diesem Jahr eine aussergewöhnliche Jubiläumskonzentration. Wir feiern 350 Jahre Westfälischer Frieden, 200 Jahre Helvetik und 150 Jahre Bundesverfassung! Und wir feiern dies in einer Zeit wo gerade Geschichte immer wieder in Frage gestellt und die Interpretation zur Deutung der Geschichte die unmöglichsten Blüten treibt, die uns weitgehend verärgern und kränken.

    Jedes Volk braucht seine Geschichte, braucht eine Identität, braucht eine Eigenart, braucht eine unverwechselbare Kultur, braucht Mythen, braucht etwas, auf das es stolz sein kann. Alles das bildet sich in Jahrzenten, ja Jahrhunderten heran, entsteht im Laufe der Zeit und wird beeinflusst durch geschichtliche Ereignisse. Der kollektive Erfahrungsschatz eines Volkes ist die Substanz, welche Identität schafft. Wer in der Politik solche Substand negieren zu können glaubt, wird scheitern. Wenn ein Volk definieren will, wohin es will, wolang es geht, muss es wissen, woher es kommt. Geschichte ist gewonnene Erfahrung, die Zukunftsprobleme bewältigen hilft. Geschichte ist also ein Erbe, ein Erbe zu dem wir stehen wollen.

    So will ich kurz zusammengefasst in Erinnerung rufen, was die jubilierenden drei Ereignisse für uns in der Vergangenheit bedeutet haben.

    Der Westfälische Friede ordnete 1648 das europäische Staatensystem nach dem fürchterlichen dreissigjährigen Krieg gemäss dem Gleichheitsprinzip neu. Auch den Kleinstaaten Schweiz und Niederlande wurde ein Existenzrecht zugebilligt. Erstmals erhielt die Schweiz die Anerkennung ihrer vollen völkerrechtlichen Soveränität. Das historische Überleben der Schweiz als souveräner Staat ist ohne den Westfälischen Frieden kaum vorstellbar. Diese Anerkennung der Schweiz ist das Werk des Basler Bürgermeisters Johann Rudolf Wettstein, der mit historischer Weitsicht trotz einer nur dürftigen Legitimation mit enormer Zähigkeit und diplomatischem Geschick alle Widerstände überwand. Etwas, das heute in den Verhandlungen offenbar nicht mehr so ausgeprägt vorhanden ist.

    Bei der Helvetik liegen die Dinge komplizierter. Noch heute scheiden sich die Geister über ihre Bewertung. Für die Aargauer ist sie die Erlösung, für die Nidwaldner noch nicht verdaute Niederlage, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die Helvetik war einerseits Niederlage, französische Dominanz, Abschaffung der Souveränität der Kantone, Plünderung der Staatskassen der reichen Kantone, blutige Niederschlagung von Aufständen. Andererseits war sie fällige Beseitigung des Regiments der Städte über die Landschaft, Schaffung gleicher Rechte für alle Bürger, Vertreibung von verhassten Landvögten, Abschaffung der Folter, Implementierung von Glaubens- und Gewissensfreiheit, ein Ja zu den Menschenrechten, Abschaffung des Denkverbots; und darauf folgte ein langer Gärprozess, wenn man an die Jahre von der Helvetik bis zur Schaffung des Bundesstaates 1848 und der Bundesverfassung denkt.

    Die Bundesverfassung von 1848 muss aus heutiger Sicht als eine geniale Leistung beurteilt werden, eine Verfassung, welche während 150 Jahren die Basis einer modernen Demokratie bleiben konnte, ist einzigartig.

    Wie vieles in der Schweiz, war es nicht nur original schweizerisches Gedankengut, das da zu einer Sonderleistung verdichtet wurde. Ohne die Impulse der französischen Revolution wäre die Bundesverfassung von 1848 ebenso undenkbar wie ohne die Ideen der Vereinigten Staaten. Der Konflikt zwischen den Zentralisten und den Föderalisten etwa konnte erst ausgeräumt werden, als das Zweikammersystem der nordamerikanischen Verfassung auf helvetische Verhältnisse adaptiert und in den Verfassungsprozess eingebracht wurde.

    Zusammen mit der Verstärkung der Volksrechte anlässlich der Revision von 1874 entstand das Fundament unserer einzigartigen politischen Kultur, welche recht eigentlich erst das harmonische Zusammenleben von vier Sprachgruppen und Kulturen ermöglichte.

    Chers amis de Suisse romande
    Chers compatriotes

    C’est la base d’une vaste politique culturelle que nous avons, chers Romands, développée ensemble.

    Elle nous a permis d’effacer de nombreuses différences et d’établir des passerelles entre nous. Elle a rendu possible une cohabitation harmonieuse entre les quatre groupes linguistiques et culturels de notre pays. C’est au nom de cette situation unique que nous voulons nous tendre une main reconnaissante.

    Nous souhaitons aujourd’hui, 150 ans plus tard mais toujours sur la prairie du Grütli, faire renaître le secret de cette union authentiquement suisse et la relancer pour toujours. Ce jour est un premier pas vers demain et vers le 3e Millénaire.

    C’est dans un esprit d’estime réciproque et de fructueuse collaboration que nous abordons l’avenir pour tenter, tous ensemble, de résoudre les problèmes de notre pays.

    Merci de votre présence et de votre fidélité au Grütli, le cœur de notre Patrie.

    Cari amici del Ticino

    Siate i benvenuti al primo agosto mille novecento novant’otto (1998).

    La storia del Grütli à la nostra storia.

    Voi avete contribuito a farla e ne avete assunto la responsabilità con i romandi e gli svizzeri tedeschi.

    Con il cuore e la spontaneità del vostro carattere, vi siete sempre impegnati dal Gottardo alla frontiera in tutte le situazioni del paese, per la nostra identità ed il nostro benessere.

    Grazie

    Liebe Mitlandleute,

    Ich komme zurück zur Geschichte: Geschichte kann auch hart sein und die rasche Anpassung an neue Verhältnisse mühsam und schwierig machen.
    Geschichte ist aber auch anfällig für Missbräuche. Geschichtliche Fakten sind wohl eines – aus ihnen die grossen Zusammenhänge herauszudestillieren ein anderes. Mancher Historiker und Politiker liest aus der Geschichte das heraus was ihm gerade nutzt.
    Wir erleben das jetzt schmerzlich in den Vereinigten Staaten. Exponenten mit handfesten Interessen ohne Kenntnisse der historischen Umstände und Zusammenhänge stricken aus halbverdauten historischen Fakten ein so nicht mehr wahres Geflecht heftiger Vorwürfe an die Schweiz, welches leider in Teilen des von uns so geschätzten amerikanischen Volkes zu einem völlig verzerrten Bild unseres Landes führt.
    Wir akzeptieren auch nicht, dass die grossartigen und erfolgreichen Leistungen der Weltkriegsnation, auf die wir auch künftig stolz sein dürfen und sollen, herunter gerissen werden. Schon gar nicht auf dem Rütli, wo 1940 der denkwürdige Schulterschluss des Schweizervolkes stattgefunden hat.

    Wir fordern den Bundesrat auf, eine härtere Gangart einzuschlagen und zusammen mit Parlament, Parteien und Fraktionen und der Wirtschaft gegen jegliche diskriminierende Boykottmassnahmen und Verunglimpfungen zu kämpfen.
    Es ist höchste Zeit, dass sich die gesamte Schweizer Politik mit diesen Fragen beschäftigt, vor allem auch weil dieser Tatbestand eine starke innenpolitische Komponente hat und die Bevölkerung ungeduldig werden lässt.
    Zu Herr Bundespräsident Cotti:
    Vielleicht wäre eine Neuauflage des Rütli-Rapports notwendig, um zusammen mit den 26 Kantonen und mit der Kulisse des Volkes, am stillen Gelände am See, den Unmut, die Entrüstung und den Atem der Bevölkerung zu spüren und seinen Geist und Willen zur Einheit hautnah zu erleben!

    Wir sind uns aber auch bewusst, dass es dunkle Flecken in der Geschichte gibt und wir sind auch bereit, angemessene Konsequenzen zu tragen. Aber eben nicht auf diese Art und Weise.

    Liebe Mitlandleute

    7 Jahre sind seit der Jahrhundertfeier 1991 vergangen, es waren nicht die 7 fetten Jahre. Wir alle haben dabei miterlebt was 7 Jahre wirtschaftliche Stagnation mit grosser Arbeitslosigkeit – in Sachen Unsicherheit und Ungewissheit in der Bevölkerung auslösen können.

    Der fünfzigjährige Aufschwung nach dem Krieg hat uns verwöhnt, hat die Illusion wachsen lassen, es gebe gesicherte Besitzstände, es gebe ein Recht auf Wohlstand, es gebe ein Recht auf ständig mehr und besser und dann plötzlich die ernüchternde Tatsche, eine neue Realität und damit eine neue Herausforderung, die wir, obwohl es aufwärts geht, gemeinsam – vorwärts schauend und mit wachem Blick über die Globalisierung und Fusionitis heraus, anpacken müssen, zusammen mit Wirtschaft und Politik einhergehen!
    Zur Wahrung auch des sozialen Friedens und der Sozialwerke.

    Darüber hinaus wollen wir aber auch etwas für unsere Sicherheit und unsere innere Sicherheit tun, und zwar mit einer glaubwürdigen und miliztauglichen Armee 2000 x. Im Sinne des Berichtes Brunner, mit einer Armee die ihre Kern-Kompetenz so behält, dass Sie in der Lage ist unser Land zu schützen und notfalls zu verteidigen, und für die Existenzsicherung wie auch die Katastrophenhilfe jederzeit einsatzbereit ist. Hier ist die bürgerliche Politik, der Bundesrat und die Armeespitze zusammen mit der Wirtschaft gefordert, unsere junge Generation Perspektiven zu öffnen, - die wieder Sicherheit geben und die Bereitschaft zur Armee fördert.

     

    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

    Die Geschichte geht weiter – es gibt viel zu tun für uns alle. Wir wollen es tun, aus einer schwierigen Zeitepoche heraus, im Bewusstsein auf eine grosse Vergangenheit, die uns Identität, Kraft und Zukunftsglaube gibt. Denn wer die Vergangenheit bereut, der fürchtet die Zukunft.
    Packen wir es an – finden wir zurück zum Mut zum Risiko! Verbinden wir unverwechselbare Identität mit Offenheit, und werden wir wieder ein strahlungsstarkes Modell für das demokratische Zusammenleben von vier Sprachen und Kulturen! Realisieren wir mit Courage die grossen Reformprojekte in den Bereichen Bundesverfassung, Föderalismus, Bundesfinanzen, Armee 2000x, Wirtschaftsstandortbedingungen, Sozialwerke! Regeln wir unser Verhältnis zu internationalen Organisationen. Marschieren wir mit einer gesunden Mischung aus Selbstbewusstsein und Bescheidenheit aus einer grossen, aber auch heikle Flecken enthaltenden Erfolgsgeschichte fortsetzen, wenn wir zusammenhalten! Wie einst 1291 die alten Eidgenossen und 1940 unsere Vorfahren, Väter und Mütter auf dem Rütli!